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Samstag, 19.12.09

Krisenfest mit Schattenwirtschaft – ein humorvoller Jahresendkommentar


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Ökonomen haben die faszinierende Fähigkeit, einen äußerst selektiven Blick auf die Welt zu werfen, um daraus dann bisweilen abenteuerlich weitreichende Folgerungen abzuleiten. Ein unterhaltsames Beispiel liefert eine kleine Zahlenspielerei der Deutschen Bank...

Als relativ krisenfest erweisen sich Volkswirtschaften, bei denen die Schattenwirtschaft einen besonders großen oder einen besonders kleinen Anteil am BSP haben - das ist das Ergebnis einer kleinen quantitativen Zahlenspielerei der Deutschen Bank:

Es zeigt sich, dass Staaten mit einem sehr hohen bzw. sehr niedrigen Anteil der Schattenwirtschaft deutlich weniger von den konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft betroffen sind als Länder mit einer eher durchschnittlichen Schattenwirtschaftsintensität.

Den geringsten Rückgang der Wirtschaftsleistung haben demnach die Volkswirtschaften Griechenlands und Portugals zu verzeichnen. Griechenland? War da nicht was? Auch Portugal habe ich jetzt nicht als Speerspitze der Prosperität in Erinnerung. Klar, das ganze ist als "humorvoller" Jahresendkommentar gedacht: wir Deutschen müssen entweder ehrlicher werden, oder wir müssen unehrlicher werden - aber so kanns nicht weitergehen. Jaaa, das ist luschtig!
Wenn auch mit einem Augenzwinkern versehen, so ist dies doch Beispiel für die Art und Weise ist, wie Ökonomen sich einer Welt nähern, die sie doch so offensichtlich nicht verstehen. Denn die Ergebnisse der kleinen quantitativen Studie sind sicherlich in sich stimmig und richtig - und gleichzeitig komplett nichtssagend in Bezug auf die soziale Wirklichkeit. Griechenland kommt aufgrund seiner Schattenwirtschaft und dank seiner Korruption am besten mit der derzeitigen globalen Wirtschaftskrise klar - das sagen die Zahlen. Grichenland droht derzeit der Staatsbankrott - das ist die Realität.


1 Kommentare

19. Dezember 2009 von Cletis_Tout

Schön geschrieben! Recht hast du... Da sieht man, dass man mitt ein bisschen Rhetorik und vermeintlichem Fachwissen recht gut von der Realität ablenken kann und alles in einem besserem Licht stehen lassen kann.






 

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Die letzten Kommentare


19.12.09 19:51 Uhr - Cletis_Tout

Schön geschrieben! Recht hast du... Da sieht man, dass man mitt ein bisschen Rhetorik und... » weiter


26.01.08 20:00 Uhr - Eissler

Ob in der Blogsphäre mit zu viel Selbstreferenz diskutiert wird, ist eine interessante Frage. Zum... » weiter


26.01.08 19:56 Uhr - Korrupt

Schoen umgekehrt :) Und nun muss ich aufpassen, dass ich nicht in dieselbe Falle tappe, in der ich... » weiter


24.01.08 02:14 Uhr - Eissler

Kurzer Nachtrag: Im Weblog "Spiegelkritik.de" findet sich auch ein Artikel zu dieser... » weiter


24.01.08 02:10 Uhr - Eissler

Kurzer Nachtrag zu dem Artikel: Im Weblog "Spiegelkritik.de" findet sich auch ein Artikel... » weiter


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