Hier werden die vier zentrale Themen kurz vorgestellt, mit denen ich mich auf wissen-schaft.org schwerpunktmäßig auseinandersetze.
Warum gerade diese vier Themen? Meiner Meinung nach handelt es hierbei um die vier tragenden Säulen bei der Entwicklung einer Theorie der Wissensgesellschaft...

Wissen und Information: Eine der zentralen Grundannahmen des Projekts wissen-schaft.org ist, dass es sich bei 'Wissen' und 'Information' um die wohl grundlegendsten Begrifflichkeiten der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften handelt. Während der weitreichende Anspruch, der sich mit dieser Grundannahme verbindet, noch ausführlicher begründet werden muss, scheint die zentrale Bedeutung dieser beiden Begriffe zumindest im speziellen Fall einer Theorie der Wissensgesellschaft recht offensichtlich: In diesem Zusammenhang spielt Wissen beispielsweise in Form von (i) neuem Wissen bei Innovationsprozessen, damit zusammenhängend aber auch (ii) bei der Frage nach dem Sinn/ Unsinn des Schutzes der Ergebnisse kreativen geistigen Schaffens in Form von so genanntem "geistigen Eigentum" eine zentrale Rolle:

Eigentum: Es ist schon erstaunlich, dass der wissenschaftlichen Kontroverse um das Eigentum bis heute keine systematische Aufarbeitung der Tatsache zugrunde gelegt wurde, derzufolge es bei dieser Kontroverse um Entitäten mit ganz unterschiedlichen (um nicht zu sagen: gegensätzlichen) Eigenschaften handelt. Erklären lässt sich diese fehlende Bereitschaft zu einer differenzierten Betrachtung nur mit der enormen Ideologisierung dieser Kontroverse. Dabei tragen beide Seiten - also sowohl Eigentumskritiker wie auch Befürworter - ihre Grundannahmen wie Dogmen oder Glaubensbekenntnisse vor sich her, die einfach allem übergestülpt werden. Mit diesen Grundannahmen setzt sich wissen-schaft.org kritisch auseinander: Es soll gezeigt werden, dass die Adäquatheit dieser Grundannahmen letztlich von den Eigenschaften der jeweiligen Entitäten abhängt, auf die die Grundannahmen angewandt werden.

Ressourcentheorie: Während mit der ersten Säule (Entwicklung der Begriffe Wissen und Information) eine überwiegend mikrosoziologische Perspektive eingenommen wird, und mit der zweiten Säule (der kritischen Auseinandersetzung mit dem Eigentum) vor allem die Mesoebene ins Blickfeld rückt, geht es im Zusammenhang mit der dritten Säule - der Ressourcentheorie - um die Makroebene und die Frage ihrer Rückbindung an die Meso- und Mikroebene.

Medien

25.11.08, 17:06 Uhr
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